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Sargzwang:
Immer wieder wird dieses Thema von Medien, Muslimische Gemeinden, Politiker und anderen Personen aufgegriffen. Warum??
Geht es hier um Profilierung einzelner Parteien oder Personen?

Nach Rücksprache mit dem Imam, was auch unter Hinweise im Protokoll der Tagung in Reutlingen zu lesen ist, gibt es bei der Bestattung mit dem Sarg keine Probleme, da dies auch zum Teil in der Türkei schon so gemacht vwird. Ein weitere Grund für den Sarg ist zumindest in Süddeutschland (Raum Stuttgart, Schwäbische Alb) die Bodenbeschaffenheit. Hier finden wir vorwiegend schwere, lehmige Böden.
Aus dem letzten Berich von Herrn Albrecht in der Zeitschrift Bestattung Ausgabe März/April 2008 werden die Verwesungsprobleme der Friedhöfsböden angesprochen. Jetzt sollen hier in diesem Boden Verstorbene ohne Sarg beigesetzt werden um die Zersetzung noch weiter zu unterbinden?
Wir können der Politik und den Entscheidungsträger nur mit auf dem Weg geben, schauen sie sich vorher die Böden auf den Friedhöfen an und sprechen Sie mit den Verantwortlichen Friedhofsbetreiber.

Waschräume:
Wenn die Städte oder Gemeinden für die Muslimische Bestattungen Friedhofsteile anbieten, kommen diese auf Dauer nicht umhin, zumindest für die Besucher der Bestattungsfeier die Möglichkeit der Rituellen Waschaung anzubieten. Da diese zum Teil weit anreisen und die eigene Rituelle Waschung vor dem Totengebet sehr wichtig ist, sollten hierfür Möglichkeiten vorhanden sein. Bei fehlenden Räumen kann die Waschung auch im Waschbecken im WC erfolgen. Wie anschließend die Räume aussehen und welche Probleme dies bei weiteren Besucher der WC-Anlage verursacht, kann sich jeder selbst ausmahlen.

Interkommunale Zusammenarbeit.
Warum soll jeder Friedhof oder zumindest jede größere Stadt ein eigenes Grabfeld für Muslimische Bestatungen einrichten und somit alle Probleme sich ins Haus holen. Es gibt auch die Möglichkeit, dies über die Interkommunale Zusammmenarbeit für alle Muslime die erforderlichen Vorraussetzungen zu ermöglichen. Hierzu gehört das Grtabfeld, die Waschräume für Angehörige und Verstorbene, entsprechende WC-Anlage, Tisch für Sarg zum Totengebet. Vorstellbar wäre in diesem Zusammenhang eine Karte mit den entsprechenden Friedhöfe, deren Ausstattung und dem möglichen Einzugsgebiet.
Ideal ist es, wenn seitens der Friedhofsbetreiber auch noch Mitarbeiter vorhanden sind, die enbenfalls der Religion angehören und der Sprache mächtig sind. Somit kann auch hier eine bessere Betreuung der Angehörigen erfolgen.